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Pressemitteilung 5/2014 vom 29.09.2014

Klarstellung des DIÄTVERBANDes zur foodwatch-Kampagne zum Thema Säuglingsnahrung „Wenn Babyprodukte den ärztlichen Empfehlungen widersprechen“:
„foodwatch verunsichert Verbraucher zu Unrecht“

vom 29.09.2014, aktualisiert am 17.10.2014

Bonn – foodwatch hat in seiner Pressekonferenz am 25. September das Thema „Säuglingsernährung“ aufgegriffen und beklagt, dass Babyprodukte ernährungswissenschaftlichen oder ärztlichen Empfehlungen widersprächen. Nach Auffassung der Organisation sei der Gesundheitsschutz mangelhaft und es seien strengere Standards für Säuglingsnahrung erforderlich. Nach Darstellung von foodwatch werde dies besonders deutlich „bei den kohlenhydratreichen Trinkmahlzeiten“. Wegen „des Risikos der Überfütterung und Kariesbildung“ würden laut foodwatch Kinderärzte seit Jahren die Einstellung der Vermarktung fordern.

Die Darstellung und Vorwürfe von foodwatch veranlassen den DIÄTVERBAND zu folgenden Hinweisen und Klarstellungen:

  • Das Vorgehen von foodwatch ist unsachgemäß und unverantwortlich
    foodwatch diskreditiert nicht nur eine gesamte Branche verantwortungsvoller Lebensmittelhersteller, sondern verunsichert Verbraucher in hohem Maße. Aus einem Sortiment von mehreren Hundert hochwertigen und auf die Bedürfnisse von Säuglingen und Kleinkindern angepassten Produkten kritisiert die Organisation 11 Beikosterzeugnisse wegen der Verwendung von Zucker in den Rezepturen. foodwatch stellt dabei nicht in Frage, dass die eingesetzten Zuckermengen für Babynahrung rechtlich zulässig sind, sondern sie berufen sich vielmehr darauf, dass die 11 kritisierten Produkte - vermeintlich - ärztlichen Empfehlungen widersprächen. Der DIÄTVERBAND stellt klar: die in Deutschland angebotenen Babynahrungen verstoßen weder gegen geltendes Lebensmittelrecht, noch gefährden sie – wie von foodwatch vorgeworfen – die Kindergesundheit. Zudem stehen die Hersteller in einem ständigen Austausch mit den einschlägigen wissenschaftlichen Fachgesellschaften.

  • Tatsächliche Empfehlungen der DGKJ und des Netzwerkes „Gesund ins Leben“ zur Auswahl von Beikosterzeugnissen
    Die Pädiatrie spricht sich generell gegen eine hohe Zuckerzufuhr aus, jedoch hat weder die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) noch das von der Bundesregierung ins Leben gerufene Netzwerk „Gesund ins Leben“ eine zuckerfreie Beikost gefordert. Empfohlen wird bei der Auswahl von Fertigprodukten grundsätzlich, dass sie möglichst wenig Zucker oder andere Süßungsmittel enthalten sollten. Dieser Empfehlung schließen sich die im DIÄTVERBAND zusammengeschlossenen Hersteller uneingeschränkt an. Sie bieten entsprechend eine umfangreiche Auswahl an Erzeugnissen, die entweder keinen rezepturmäßigen Zuckerzusatz aufweisen oder nur wenig Zucker enthalten.

  • foodwatch verschweigt bei ihrer Kritik an „Trinkmahlzeiten“ wesentliche Entwicklungen und führt bewusst in die Irre
    Nach Darstellung von foodwatch fordern Kinderärzte seit 2007 einen „unverzüglichen Stopp der Vermarktung von kohlenhydratreichen Trinkmahlzeiten wegen des Risikos der Überfütterung und Kariesbildung“ und der „Gefährdung der Kindergesundheit“. Als Beleg hierfür führt foodwatch eine E-Mail des Vorsitzenden der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Herrn Professor Koletzko an, datiert auf den 30. Juli 2014. foodwatch verschweigt, dass es bereits in 2007 eingehende Diskussionen zwischen DGKJ und den im DIÄTVERBAND zusammengeschlossenen Babynahrungsherstellern gegeben hat. In der Folge wurden Änderungen an den Produkten vorgenommen und die Kritik der DGKJ ausgeräumt. Die DGKJ-Ernährungskommission hat in 2008 dazu veröffentlicht, dass sie „diese Schritte der Hersteller und des DIÄTVERBANDes ausdrücklich“ anerkenne. Die Hersteller bieten seither keine Beikosterzeugnisse zur Flaschenfütterung an.

    In einer Stellungnahme gegenüber dem DIÄTVERBAND vom 14. Oktober 2014 bestätigt der Vorsitzende der DGKJ-Ernährungskommission, Herr Prof. Koletzko, „wir haben danach zu keinem Zeitpunkt die 2007 gestellte Forderung nach einer Einstellung der Vermarktung von Beikostprodukten zur Flaschenfütterung wiederholt, denn tatsächlich werden nach unserer Kenntnis Beikostprodukte nicht mehr zur Flaschenfütterung ausgelobt.“ Die DGKJ spricht sich allerdings weiterhin nicht für sogenannte „Trinkbreie“ aus, da diese „aus pädiatrischer Sicht nicht wünschenswert sind und von uns nicht zur Verwendung empfohlen werden“. Damit weist die DGKJ noch einmal auf die besondere Bedeutung der Fütterung von Beikost mit dem Löffel hin. Aus ernährungserzieherischen Gründen wird angestrebt, die Gewöhnung an den Löffel möglichst frühzeitig zu unterstützen. So lauten die aktuellen Empfehlungen der DGKJ wie folgt „Beikost sollte mit dem Löffel gefüttert und nicht aus der Flasche oder aus dem Becher getrunken werden“. Gleichwohl ermöglicht dies die Fütterung einer Milch-Getreidemahlzeit aus dem Becher in bestimmten Situationen. Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Fütterung von flüssigen Getreidebreien aus der Tasse, z.B. in den skandinavischen Ländern (sog. „velling“), eine lange Tradition hat und dort fester Bestandteil der Fütterungsempfehlungen ist.

    Es bleibt festzuhalten, dass der von foodwatch wiederholt vorgebrachte Vorwurf der ‚Gefährdung der Kindergesundheit‘ keine Grundlage hat und somit objektiv falsch und grob irreführend ist.

  • Empfehlungen der Fachgesellschaften zur Vermeidung der Kariesbildung
    Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ empfiehlt: „Dauernuckeln und die „Flasche zum Einschlafen“ unbedingt zu vermeiden, da hierdurch das Risiko für Zahnschäden stark erhöht wird. Getränke können aus Becher oder Tasse angeboten werden.“ Ferner heißt es: „die Fachgesellschaften DGE und DGKJ sowie das FKE und die Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde raten dringend vom Dauergebrauch der Flasche ab. Ein ständiges Umspülen der Zähne mit Milch, Tee usw. schädigen diese.“ Entsprechend deutliche Hinweise finden sich auf allen Tees und Getränken, die von den Babynahrungsherstellern für Säuglinge angeboten werden.

    Die Broschüre „Milchzähne – Gesund vom ersten Zähnchen an“ der Bundeszahnärztekammer erläutert, dass „nicht die Menge des Zuckers den Zähnen schadet. Entscheidend ist, wie oft Ihr Kind Süßes isst und wie klebrig die Lebensmittel sind.“ Insoweit kommt es entscheidend auf die richtige Mundhygiene und „Zahnpflege von Anfang an“ an.

  • foodwatch kritisiert vermeintliche Regelungslücken
    Der Vorwurf von foodwatch, die Hersteller nutzten Spielräume in der Diätverordnung aus, ist nicht haltbar. Die Diätverordnung ist ein Rahmenrezepturgesetz, und die Regeln für Babynahrung dabei die strengsten überhaupt. Diese Regelungen werden von den Herstellern strikt eingehalten. Es ist weder praktikabel noch aus Verbrauchersicht wünschenswert, für jedes einzelne Beikostprodukt eine bestimmte Rezeptur vorzuschreiben, schließlich würde sich die Zusammensetzung bereits mit dem Austausch einer einzelnen Zutat ändern. Babys brauchen jedoch ein vielfältiges Beikostangebot, um sich frühzeitig an verschiedene Geschmacksrichtungen und Konsistenzen zu gewöhnen. Dies wird von den Fachgesellschaften und dem Netzwerk „Gesund ins Leben“ empfohlen.

  • Große Auswahl für den Verbraucher
    Die Hersteller bieten eine große Auswahl bedarfsgerechter und sicherer Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder. Eltern haben damit Wahlmöglichkeiten, um den Bedürfnissen ihrer Kinder und deren Präfenzen gerecht zu werden.


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Quelle: Bundesverband der Hersteller von Lebensmitteln für eine besondere Ernährung (DIÄTVERBAND) e.V.
http://www.diaetverband.de


Download: Pressemitteilung 05/2014 (vom 29.09.2014; aktualisiert am 17.10.2014)

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Bundesverband der Hersteller von Lebensmitteln
für eine besondere Ernährung e. V.
Godesberger Allee 142 -148
53175 Bonn
Tel. 0228-30851-0
http://www.diaetverband.de