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DYSPHAGIE

Störungen des Schluckens

Die Feststellung, nicht mehr essen und trinken zu können, weil das Schlucken nicht mehr richtig funktioniert, bedeutet für den Betroffenen eine Einschränkung dieser Lebensqualität und kann zu einer großen psychischen Belastung führen. Auf den folgenden Seiten haben wir daher Informationsmaterial zu den Gründen, Folgen und Anzeichen sowie Hilfen & Ratschläge für die Ernährung bei Dysphagie zusammengestellt.

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Bei Säuglingsanfangs- und Folgenahrung gibt es eine Neuigkeit: ab Herbst 2008 finden Eltern in den Verkaufsregalen neben den vertrauten Packungen auch solche mit neuer Gestaltung. Wir haben deshalb für Sie umfangreiches Informationsmaterial zusammengestellt.

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Pressemitteilung 4/2019 vom 25.10.2019

Stellungnahme des DIÄTVERBANDes zum Test von Säuglingsanfangsnahrungen auf sog. Mineralölrückstände

Bonn, 24. Oktober 2019 – Foodwatch hat in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden Säuglingsmilchnahrungen auf sog. „Mineralölrückstände“ untersuchen lassen und dabei positive Befunde ermittelt. Die Medienkampagne von Foodwatch zu den Befunden hat zu Nachfragen verunsicherter Verbraucher geführt. Der DIÄTVERBAND nimmt dies zum Anlass für die vorliegende Stellungnahme und klarstellende Hintergrundinformationen.

GRUNDSATZ
Die im DIÄTVERBAND zusammengeschlossenen Hersteller von Säuglings- und Kleinkindernahrungen sind sich ihrer Verantwortung für eine gesunde Ernährung dieser sensiblen Altersgruppe bewusst. Alle Produkte für Säuglinge und Kleinkinder entsprechen den strengen gesetzlichen Anforderungen der europäischen und nationalen Gesetzgebung für diese spezielle Verbrauchergruppe und sind für die Ernährung von Babys und Kleinkindern uneingeschränkt geeignet.

MINERALÖLE
Was ist unter ‚Mineralöl‘ in Lebensmitteln zu verstehen und wo kommt es vor?
- Bei der Untersuchung von Lebensmitteln mit hochauflösender Analysentechnik und modernsten Methoden können heute in einer Vielzahl von Lebensmitteln kleinste Spuren sogenannter ‚Mineralöle‘ nachgewiesen werden. Es handelt sich um komplexe Mischungen von Kohlenwasserstoffen mit einer bestimmten Kettenlänge (C10 - C50).

- Bei den untersuchten Substanzen handelt es sich um mineralische Kohlenwasserstoffe, die in der Umwelt weit verbreitet sind. Bei den gefundenen Spuren handelt es sich also nicht zwangsläufig um Verunreinigungen oder gar Spuren von Schmierstoffen oder Maschinenöl. Vielmehr kommen die Substanzen auch in ganz natürlichen Wachsen und Fetten vor.

- Bekannt ist auch das Vorkommen solcher Verbindungen in Recyclingpapier und -kartonagen. Sie können Mineralölbestandteile aus Druckfarben enthalten, die wiederum so auf Rohstoffe für die Lebensmittelherstellung übergehen können.

Was sind MOSH, MOAH und POSH?
- MOSH sind offenkettige oder cyclische gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (mineral oil saturated hydrocarbons), die in mineralölbasierten Druckfarben einen Anteil von ca. 15-35 % ausmachen können. MOAH umfassen aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (mineral oil aromatic hydrocarbons), die aus hoch alkylierten ein- oder mehrfachen aromatischen Ringen bestehen.

- Neben MOSH und MOAH werden häufig auch sogenannte POSH (polyolefinic oligomeric saturated hydrocarbons) erwähnt. Hierbei handelt es sich um Oligomere von gesättigten Kohlenwasserstoffen, die allerdings nicht in mineralölbasierten Zeitungsdruckfarben vorkommen, sondern beispielsweise in kunststoffbasierten Verpackungsmaterialien, z. B. aus Polyethylen oder Polypropylen.

Was sind die Eintragswege von MOSH und MOAH in Lebensmittel?
- Anders als die Bezeichnung ‚Mineralöle‘ vermuten lässt, ist die relevante Eintragsquelle von MOSH und MOAH nicht etwa Treibstoff, Schmier- oder Maschinenöl, sondern es sind Transportkartons und Wellpappen aus Recyclingfasern. Diese können wegen des darin verarbeiteten Altpapiers Mineralölbestandteile aus Druckfarben enthalten, die ausdünsten und so auf Rohstoffe für die Lebensmittelherstellung übergehen. Auch Jutesäcke zum Transport von Rohstoffen können Quellen von MOSH/MOAH-Einträgen sein.

- Als Hauptursache und maßgebliche Eintragsquelle in die Lebensmittelkette ist die Verwendung mineralölhaltiger Zeitungsdruckfarben anzusehen. Jedes Jahr werden nach Angaben des Umweltbundesamtes mehr als 60.000 Tonnen dieser Substanzen in den Altpapierkreislauf Europas eingetragen. Aus Altpapier entstehen dann auch wieder Transportkartonagen, die u. a. auch im Lebensmittelbereich entlang der gesamten Verarbeitungskette eingesetzt werden.

Was sind die Maßnahmen der Lebensmittelhersteller?
- Wegen der Komplexität bedarf es gemeinsamer Anstrengung aller an der Lebensmittelkette Beteiligten, und zwar nicht nur national, sondern wegen der internationalen Rohwarenströme auch außerhalb Deutschlands.

- Erzeuger, Rohstoffhandel, Transportunternehmer und vor allem die Druckfarbenindustrie, die Zeitungsverlage sowie die Hersteller von Verpackungsmaterial müssen an der Lösung mitwirken. Lebensmittelhersteller und Handel allein werden das Problem – trotz aller bisher erreichten Fortschritte in der Ursachenforschung und den getroffenen Minimierungsmaßnahmen – nicht lösen können.

- Aus diesem Grund haben sich auch Mitglieder des DIÄTVERBANDes e.V. bei der Erstellung der BLL Toolbox zur Vermeidung von Einträgen unerwünschter Mineralölkohlenwasserstoffe in Lebensmitteln beteiligt.

- Wirksame Lösungsansätze sind der beschränkte Einsatz von bzw. der vollständige Verzicht auf Recyclingpapier für Transportkartons, der Einsatz zusätzlicher Diffusionsbarrieren bei Lebensmittelverpackungen sowie der vollständige Verzicht auf mineralölhaltige Zeitungsdruckfarben.

- Die im DIÄTVERBAND zusammengeschlossenen Hersteller sorgen z. B. durch Einsatz zusätzlicher Migrationsbarrieren in Verpackungsmaterial dafür, dass ein Eintrag von Mineralölbestandteilen soweit wie technisch möglich ausgeschlossen ist.

Gibt es Besonderheiten bei der Analytik zu beachten?
- Die von den Europäischen Institutionen empfohlene Analysenmethodik, die auch Foodwatch angewandt hat, erfasst gleichzeitig auch natürliche Inhaltsstoffe (z.B. pflanzliche Wachse, ätherische Öle) und Mineralölbestandteile. Sie lässt deshalb keine exakte Unterscheidung zwischen diesen Stoffen zu. Die Analysenergebnisse sind also nicht eindeutig, können zur Fehlinterpretation und damit zu falschen Informationen und unnötiger Verunsicherung führen.



Abschließend betonen die im DIÄTVERBAND zusammengeschlossenen Hersteller von Säuglings- und Kleinkindernahrungen, dass sie grundsätzlich jeden Hinweis auf unerwünschte Stoffe sehr ernst nehmen, um stets höchste Sicherheit und Qualität für Babynahrung zu gewährleisten. Festzuhalten ist, dass kein anderes Lebensmittel so sicher wie Babynahrung ist. Dies ist das Ergebnis der strengen Qualitäts- und Kontrollmaßnahmen vom Feld bis in die Fertigpackung.


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Quelle: Bundesverband der Hersteller von Lebensmitteln für eine besondere Ernährung (DIÄTVERBAND) e.V.; http://www.diaetverband.de

Download: Pressemitteilung 04/2019 vom 24.10.2019

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Bundesverband der Hersteller von Lebensmitteln
für eine besondere Ernährung e. V.
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www.diaetverband.de